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Ohne mathematische Lernarbeit ...

... keine mathematischen Kompetenzen

Der Weg in die Welt der Mathematik ist für die Kinder nicht so selbstverständlich wie der Weg in die Welt der Sprache.

Die Sprache umgibt das Kind von morgens bis abends, dringt ohne sein Zutun ständig über das Ohr in sein Gehirn und wird dort unbewusst ins neuronale Netz eingebaut.

Die Kompetenz für die Erkenntnis mathematischer Zusammenhänge erwirbt das Kind durch seine aktive Auseinandersetzung mit mathematischen Situationen. Diese bewusste Eigentätigkeit, verbunden mit Kommunikation, mit Reflexionen, mit Versprachlichungen und mit ständigen Wiederholungen, ist Voraussetzung dafür, dass das Kind einen Zugang bekommt zur Mathematik mit seinen inneren Zusammenhängen und Bezügen zur Umwelt des Kindes.

Das heißt: Das Kind muss an die Mathematik herangeführt werden und sich diese dann selbst erarbeiten.

Dem Kleinkind ist offenbar eine zahlenfreie Vorstellung von kleinen Mengen angeboren. Mathematische Strukturen sind aber das Ergebnis einer langen kulturellen Entwicklung und intellektueller Erfindungen, und die sind nicht genetisch verankert.

Das Interesse des Kindes an mathematischen Zusammenhängen muss demzufolge von außen geweckt, gefördert und gefordert werden, damit das Kind seine mathematischen Kompetenzen aktiv und selbstständig erarbeiten kann. Geschieht dies nicht frühzeitig, nimmt das Kind Schaden am erfolgreichen Aufbau seiner Bildungsbiographie.


 


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